Lust statt Leistung: Reflexionen nach 20 Jahren Solidarpädagogik im Normbildungswesen
von Robert König: Mehr Information
Interaktiver Vortrag mit Workshopteil
- Sprache: primär Deutsch (Englisch switch möglich)
- Dauer: max 2h.
- In Präsenz
Um was geht´s?
Solidarpädagogik ist herrschaftsfreie, inklusive, partizipative, handlungs- und kritikbefähigende Pädagogik. Sie hat in der Geschichte der Anarchie eine lange Tradition, die von William Godwin (Ende 18. Jhdt.) bis in heutige Konzepte (Suissa, Ruppaner u.a.) reicht. Allen anarchistischen Ansätzen zur Bildung ist dabei ein Gedanke gemeinsam: Solidarität kann man lernen und üben. Ich selbst habe das nach Maßgabe unterschiedlicher solidarpädagogischer Modelle über die letzten 20 Jahre ernst genommen und in zahlreichen Bildungssettings des Normbildungswesens umzusetzen versucht (von der Primarstufe ab 6 Jahren über die Mittelschule, Gymnasium und Universitäten, die Erwachsenenbildung im Volkshochschul- und Migrationskontext, in Sozialprojekten und in Eigenveranstaltungen). In meinem Vortrag werde ich anhand von Praxisbeispielen in die solidarpädagogischen Modelle einführen und von den massiven Glanzstunden und dem gewaltigen Scheitern erzählen, das ich in diesen 20 Jahren Solidarpädagogik erlebt habe. Hieraus werden wir entsprechende Schlüsse, Konsequenzen und „lessons learned“ ziehen. All das werde ich anhand zahlreicher realer Erlebnisberichte abwechselnd mit theoretischen Anmerkungen darstellen und mit dem Publikum ins Gespräch bringen – denn jeder Mensch hat eine Bildungsbiographie und kann daran teilnehmen.Abschließend werde ich alle Teilnehmer:innen des Vortrags, die das wollen, einladen, eine kurze Reflexion zur Solidarbildung anzufertigen (als Text, Zeichnung, Skizze, Lied o.ä.), die ich in ein kleines Heft zusammenfügen werde und allen zur Weiterverbreitung zukommen lasse. Hierdurch beerben wir die sog. Freinet-Pädagogik, die mit Celestin und Elise Freinet ein zentraler Bestandteil der Geschichte der Solidarpädagogik bleibt.
Zielsetzung des Beitrags
Das Bewusstsein für Solidarbildung stärken und eine spontane Publikation zur Verbreitung erzeugen