Globale Solidarität


von Peter Bohmer: Mehr Information

Vortrag & Diskussion

  • Sprache: Englisch
  • Dauer: 90 min
  • online

Worum geht es?

Peter Böhmer wird in seinem Vortrag die globale Solidarität als strategisch wichtige und moralisch unverzichtbare Aufgabe sowie als zentralen und beständigen Bestandteil seines Lebens thematisieren. Solidarität bedeutet aktives Engagement; sie ist mehr als nur eine Erklärung. Er wird darüber reflektieren, warum er als Einwohner der Vereinigten Staaten der globalen Solidarität Priorität eingeräumt hat – mit Vietnam in den 1960er Jahren, Chile, Südafrika und Mittelamerika in den 1970er und 1980er Jahren, sozialen Bewegungen gegen die Welthandelsorganisation und internationale Finanzinstitutionen in den 1990er Jahren sowie den Menschen in Palästina und im Iran in der Gegenwart. Peter wird verschiedene Formen und Funktionen des Imperialismus analysieren, darunter militärische Interventionen, verdeckte Operationen sowie wirtschaftliche und politische Dominanz. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf dem US-Imperialismus.

Ausgehend von persönlichen Erfahrungen wird Peter Bohmer die Solidarität mit Befreiungs- und antikolonialen Kämpfen, sozialen Bewegungen, unterdrückten Völkern weltweit, Migranten und einigen Regierungen beleuchten. Verschiedene Formen und Taktiken globaler Solidarität und des Widerstands gegen den Imperialismus werden diskutiert und bewertet.

Der Vortrag wird einen konzeptionellen Rahmen liefern, anhand dessen sich bestimmen lässt, wann Maßnahmen gegen Interventionen – wenn auch vielleicht nicht uneingeschränkte Solidarität – angemessen sind. Peter wird die These untermauern, dass eine Organisation umso mehr das Recht hat, kritische, aber nicht uneingeschränkte Unterstützung zu leisten, je aktiver sie sich gegen den Imperialismus ihres eigenen Landes einsetzt. Er wird scharf unterscheiden zwischen grenzüberschreitender internationalistischer Solidarität linker Organisationen und Einzelpersonen und der Intervention ihrer Regierungen.

Nach einer kurzen Analyse durch Peter wird er eine Diskussion unter den Teilnehmern über die anhaltende Debatte bezüglich der offenen Unterstützung für iranische politische Gefangene im breiteren Kontext des Widerstands gegen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran anleiten, wie er beispielsweise in „The Guardian“ vom 20. August 2026 dargestellt wurde. „An die politischen Gefangenen im Iran, gefangen ‚zwischen zwei Klingen einer Schere‘ – Offener Brief“

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    • auf Englisch: link

Ziel der Veranstaltung

Austausch auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen über die Bedeutung globaler Solidarität. Beitrag zur laufenden Diskussion darüber, wann Nicht-Intervention angebracht ist und wann auch tatsächliche Solidarität mit Regierungen, die sich den Maßnahmen der USA und des Imperialismus widersetzen, richtig ist, z. B. im Hinblick auf den Widerstand gegen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran sowie gegen den Völkermord der USA und Israels an Gaza und Palästina.