Feminist economics and queer aging


von Karin Schönpflug: Mehr Information

Präsentation

  • Sprache: Deutsch und Englisch
  • Dauer: 20min
  • In Präsenz

Um was geht´s?

Diese Präsentation untersucht queeres Altern aus der Perspektive des feministischen ökonomischen Konzepts der Pflegearbeit und verknüpft dies mit biopolitischen Überlegungen zu älteren LGBTQI-Personen und ihrem Bedarf an Langzeitpflege. Die Analyse ist theoretisch fundiert und stützt sich auf Daten aus qualitativen Interviews mit älteren LGBTQI-Personen in Österreich. Im Hinblick auf den Pflegebedarf untersucht dieser Beitrag die historischen rechtlichen Rahmenbedingungen für ältere queere Menschen und deren Akkumulation von finanziellem und sozialem Kapital im Laufe ihres Lebens; im Hinblick auf das Angebot betrachtet dieser Beitrag die queeren Geschlechterperformanzen von Pflegekräften innerhalb der globalen Organisation der Pflegeversorgung als Teil neoliberaler Gouvernementalität. Die Analyse wird durch Gemeinschaftsstrukturen und sozioökonomische politische Rahmenbedingungen geprägt, die für das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Pflegekräften und Pflegebedürftigen in der Langzeitpflege von zentraler Bedeutung sind. Zu diesen Strukturen und Rahmenbedingungen gehören spezifische zwischenmenschliche Bindungen und Verpflichtungen, wie beispielsweise Dynamiken der Romantisierung, Ausbeutung und Solidarität im Hinblick auf Strategien, um (Un-)Sichtbarkeit und Verbundenheit anzugehen. Dieser Artikel zeigt das transformative Potenzial einer Kombination aus feministischen ökonomischen Analysen und queeren Alterstheorien auf, um zu kritisieren, wie aktuelle biopolitische Regime die Altenpflege gestalten; er plädiert zudem für Alternativen in queeren Alterungsdiskursen.


Zielsetzung des Beitrags

Heteronormative Biopolitik und die Situation älterer queerer Menschen diskutieren.